Labor für System- und Zelluläre Neurowissenschaften

Prof. Marlene Bartos – Forschungsgruppe Systemische und zelluläre Neurowissenschaften

Wir wollen verstehen, wie die dendritische Integration der Aktivität in den Hauptzellen und GABAergen Interneuronen die Funktion der Mikroschaltkreise und das Verhalten beeinflusst.

Curriculum Vitae

Kontakt: marlene.bartos@physiologie.uni-freiburg.de

Forschung

Ein grundlegendes und faszinierendes Merkmal des Säugetiergehirns ist seine Fähigkeit, neue Informationen aufzunehmen und zu speichern. Unsere Forschung konzentriert sich darauf, wie das Gedächtnis in neuronalen Netzwerken repräsentiert wird. Unser Ziel ist es, die Mechanismen zu verstehen, die dem Entstehen von lernassoziierten aktiven Zellpopulationen (Zellverbänden) zugrunde liegen, die neue Erinnerungen repräsentieren. Wir konzentrieren uns auf den Gyrus dentatus (DG) von Nagetieren, die Input-Region des Hippocampus, von der bekannt ist, dass sie bei vielen Spezies, einschließlich Menschen und Nagetieren, funktionell entscheidend für den Erwerb neuer Erinnerungen ist. Unsere Arbeit hat die zellulären und synaptischen Eigenschaften von Neuronen und Synapsen im Schaltkreis der DG sowie die Mechanismen geklärt, die der Synchronisierung neuronaler Netzwerke für die Codierung von Informationen zugrunde liegen. Wir haben die zellulären, synaptischen und Netzwerkmechanismen untersucht, die für die Entwicklung neuronaler Netzwerke wichtig sind, wobei wir uns auf GABAerge inhibitorische Zellen konzentriert haben.

Unsere wichtigsten Forschungsthemen sind:

  1. um die räumliche und zeitliche Entstehung von lernassoziierten Zellverbänden zu verstehen, die neue Erinnerungen repräsentieren.
  2. die Art und Bedeutung der wichtigsten funktionellen (zellulären, synaptischen, plastischen) und strukturellen Veränderungen, die der Bildung von Zellverbänden zugrunde liegen, zu beschreiben.
  3. die funktionellen und dynamischen Merkmale der synaptischen Kommunikation zwischen Zellen und ihre Rolle bei der Informationsverarbeitung in kortikalen Mikroschaltkreisen zu verstehen.
  4. die Rolle der sehr unterschiedlichen GABAergen Zellpopulation bei der Funktion neuronaler Netzwerke und der Bildung von Zellverbänden zu ermitteln.
  5. um die Fehlfunktion zellulärer Komponenten in spezifischen Mausmodellen zu untersuchen, die neuronalen Erkrankungen zugrunde liegen.

Techniques

Miniskop-Bildgebung

Wir verwenden Inscopix nVoke-Systeme zur Abbildung von Ca2+-Signalen mit einer zellulären Auflösung von einem Photon in Kombination mit optogenetischer Stimulation im selben Sichtfeld, um die Zellaktivität und die Schaltkreise im Hippocampus und im präfrontalen Kortex bei frei verhaltenden Tieren zu untersuchen.

Unser Ziel ist es, die longitudinale Beteiligung von Zellensembles im präfrontalen Kortex und in Unterregionen des Hippocampus während des Arbeitsgedächtnisses, des sozialen Gedächtnisses und der räumlichen Kodierung/Diskriminierung zu verstehen. Wir wollen die Schaltkreisdynamik des Lernens, der Gedächtniskonsolidierung und des Abrufs von Kurzzeit- und Ferngedächtnis verstehen und so den Beitrag verschiedener Zelltypen und Neuromodulatoren zur Gedächtnisrepräsentation im Gehirn entschlüsseln.

Das linke Bild zeigt einen genetisch kodierten Calcium-Indikator (grün), der in den Hippocampus-Bereichen CA1 exprimiert wird (Maßstabsleiste = 100 um, rot ist die Gegenfärbung).

Das rechte Bild ist eine Projektion des Blickfelds einer Miniskopkamera, wobei die fluoreszierenden Zellkörper als Eiformen im Graustufenbild erscheinen. Die Helligkeit ist proportional zur Zellaktivität.

Das Video zeigt eine Maus, die auf einem Styroporkugel läuft, wodurch die Navigation durch die auf den Computermonitoren angezeigte virtuelle Umgebung gesteuert wird.

Auf der rechten Seite sehen Sie Videos, die die Aktivität verschiedener Nervenzelltypen in jeder der drei Regionen des Hippocampus zeigen.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Originalarbeiten

Finanzierung